Alle haben Ziele. Eine Weltreise, ein Häuschen im Grünen, eine gute Ausbildung für die Kinder oder ein entspannter Lebensabend. Sie auch? Dann sollten Sie Anlegen statt Sparen. Aber wie? Mit unseren Tipps rund ums Geld anlegen für Anfänger erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, worauf Anleger bei ihrer ersten Geldanlage sinnvollerweise achten.
Warum Geld anlegen besser ist als Sparen
In Zeiten mit tiefen Zinsen reicht das Sparbüchlein alleine nicht aus, um Ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Denn Sparguthaben werden nur minimal oder gar nicht verzinst. So verliert das Geld auf dem Sparkonto real sogar an Wert, da die Teuerung den Zins auffrisst.
Ein Beispiel: Wenn Sie auf dem Sparkonto 0,1 Prozent Zins erhalten, die Inflationsrate aber 2 Prozent beträgt, ist Ihr Geld Ende Jahr weniger wert als Anfang Jahr. Wie schützen Sie Ihr Vermögen vor diesem Kaufkraftverlust? Indem Sie Ihr Geld in Wertpapiere anlegen. So können Sie langfristig von höheren Renditechancen profitieren und Ihr Vermögen aufbauen. Mit unseren Tipps zum Thema «Anlegen für Anfänger» verschaffen Sie sich eine optimale Ausgangslage.
Geld anlegen für Einsteiger: Schritt für Schritt
Sie müssen kein Anlagefachmann, keine Anlagefachfrau sein und brauchen kein fundiertes Wissen über die Kapitalmärkte, um Ihr Geld zu investieren. Wenn Sie Ihr Geld Schritt für Schritt anlegen, erreichen Sie mit den richtigen Anlageprodukten für Einsteiger und dem Rat der TKB-Beraterinnen und -Berater Ihre finanziellen Ziele. Halten Sie sich einfach an unseren 5-Punkte-Plan «Geld anlegen für Anfänger» für die erste Geldanlage und schlagen Sie dem Kaufkraftverlust ein Schnippchen:
1. Definieren Sie Ihr Anlageziel.
2. Legen Sie Ihren Anlagezeitraum fest.
3. Bestimmen Sie Ihre Risikobereitschaft und -fähigkeit.
4. Entwickeln Sie Ihre individuelle Anlagestrategie.
5. Wählen Sie nur Anlageformen, die Sie verstehen.
Schritt 1: Welche Anlageziele möchten Sie erreichen?
Legen Sie zunächst ganz konkrete finanzielle Ziele fest. Wofür möchten Sie Vermögen aufbauen? Für eine längere Reise, die eigene Vorsorge oder einen Ausbildungsbatzen für die Kinder? Haben Sie mehrere Ziele, dann sind diese zu priorisieren.
Auf dieser Grundlage erstellen wir mit Ihnen einen Anlageplan für jedes einzelne Ziel. So optimieren Sie Risiko und Ertrag und steigern die Wahrscheinlichkeit, Ihre Ziele zu erreichen.
Schritt 2: Wie langfristig wollen Sie Ihr Geld anlegen?
Wie schnell wollen Sie Ihre Ziele erreichen – in wenigen Jahren oder erst in einigen Jahrzehnten? Für die Weltreise planen Sie kurz-, für die Ausbildung der Kinder mittel- und für grössere finanzielle Sicherheit im Alter langfristig.
Je mehr Zeit Sie haben, desto besser die Resultate. So können Sie über die Zeit Kapital aufbauen und temporäre Wertschwankungen aussitzen. Ein Beispiel: Wenn Sie jeden Monat 300 Franken mit mittlerem Risiko anlegen, könnten in 20 Jahren 100 000 Franken daraus werden. Berechnen Sie Ihr Renditepotenzial mit dem Sparrechner.
«Der erfolgreiche Investor hat sehr viel Geduld.»
Schritt 3: Wie viel Risiko können und wollen Sie eingehen?
Wissen Sie, wie viel Risiko Sie als Anlegerin oder Anleger tragen können oder wollen? Wer Renditechancen nutzen will, muss auch bereit sein, gewisse Risiken einzugehen. Die gute Nachricht ist, dass sich die Risiken von Geldanlagen durch eine gezielte Diversifikation deutlich reduzieren lassen.
Ihre persönliche Risikofähigkeit hängt von Ihrem finanziellen Spielraum ab. Der wird definiert durch Ihre erwarteten Einnahmen, die geplanten Ausgaben und Ihre Sparmöglichkeiten. Ihre Risikobereitschaft dagegen ist eher etwas Subjektives. Da geht es um Ihre Wahrnehmung und Befindlichkeit, wenn ein Investment eine Zeit lang gegen Sie läuft. Was macht das mit Ihnen?
Beide Faktoren, die Risikofähigkeit und die Risikobereitschaft müssen berücksichtigt werden, wenn es darum geht, wie Sie Ihr Geld anlegen. Je weniger Risiko Sie eingehen wollen oder können, desto wichtiger sind die Sicherheit und Liquidität.
Schritt 4: Legen Sie Ihre persönliche Anlagestrategie fest
Die ersten drei Schritte sind das solide Fundament für Ihre Geldanlage. Die Strategie definiert den Aktienanteil im Portfolio und welche zusätzlichen Anlageklassen wie Obligationen, Gold oder auch Immobilienfonds in Ihr Anlegerportfolio passen. Das ist entscheidend für das finanzielle Ergebnis. Darum sollten Sie jetzt mit einer TKB-Beraterin oder einem TKB-Berater reden, um Ihren zur Anlagestrategie passenden individuellen Anlageplan zu entwickeln.
Grundsätzlich sollten Sie an Ihrer Strategie festhalten, bis Sie Ihr finanzielles Ziel erreicht haben. Kommt es jedoch zu Veränderungen in den äusseren Umständen, insbesondere, die Ihre Risikofähigkeit betreffen, so ist eine erneute Strategiebestimmung sinnvoll.
Schritt 5: Wählen Sie einfache und verständliche Anlagelösungen
Investieren Sie nur in Anlagen, die Sie verstehen. Das ist einer unserer wichtigsten Tipps, wenn Sie Geld anlegen. Für Einsteigerinnen und Einsteiger sind Anlagen in Fonds zu Beginn oft die beste Wahl. In unserem Angebot finden Sie verschiedene Anlagelösungen für jede Strategie und jedes Portemonnaie, die einfach aufgebaut und leicht verständlich sind.
Unsere Empfehlungen für Ihre erste Geldanlage sind folgende Einsteiger-Anlageprodukte:
- TKB Zielsparplan: Sie richten den Zielsparplan einmal ein und zahlen monatlich, halbjährlich oder jährlich ein. So bauen Sie systematisch Ihr Vermögen mit Wertschriften auf. Ganz nach dem Motto: «Geld anlegen für Anfänger leicht gemacht.» Dank regelmässigen und gleichbleibenden Einzahlungen kaufen Sie bei tiefen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile und investieren so immer zum richtigen Zeitpunkt. Der TKB Zielsparplan ist für vier Anlagestrategien mit unterschiedlich hohem Aktienanteil erhältlich: Konservativ, Ausgewogen, Wachstum und Aktien.
- TKB Vermögensverwaltung Basis: Bei der TKB können Sie Ihr Geld schon ab 20 000 Franken professionell verwalten lassen. Sie entwickeln Ihre Strategie mit uns, wir legen in den passenden Strategiefonds an, überwachen Ihre Anlagen laufend und erstellen einen einfachen Auszug für die Steuererklärung. Mit unserer Vermögensverwaltung Basis vereinfachen Sie Ihre Geldanlage maximal.
- Wertpapiersparen 3a: Falls Sie mit einem Sparen 3 Konto langfristig vorsorgen und Ihre Steuerbelastung optimieren wollen, können Sie Ihr Vorsorgeguthaben ganz oder teilweise in Fonds anlegen. So steigern Sie die Renditechancen und sparen mit Ihren jährlichen Einzahlungen erst noch bis zu 2000 Franken Steuern im Jahr. Berechnen Sie Ihr Steuersparpotenzial mit dem TKB-Steuersparrechner. Die Vorsorgefonds sind mit unterschiedlich hohem Aktienanteil erhältlich, einer passt bestimmt zu Ihrem Anlagehorizont.
So bauen Sie mit dem TKB Zielsparplan und kleinen regelmässigen Einzahlungen systematisch Vermögen auf:
4 Tipps zum Geld anlegen für Anfängerinnen und Anfänger
Wir haben unsere Anlagefachleute gefragt, was sie einem Anfänger oder einer Anfängerin raten würden. Das sind ihre besten Anlagetipps:
Entwickeln Sie Ihre Strategie auf der Basis von Anlageziel, Anlagezeitraum sowie Risikobereitschaft und -fähigkeit.
Halten Sie sich auch in stürmischen Zeiten an Ihre Strategie und nutzen Sie Kurseinbrüche als günstige Einstiegschancen.
Seien Sie geduldig und lassen Sie die Zeit für sich arbeiten. Je länger Ihr Zeithorizont, desto höher Ihre Renditechancen.
Legen Sie nicht alle Eier in denselben Korb und investieren Sie Ihr Vermögen in breit diversifizierte Anlagelösungen.
Wie Sie genau mit dem Investieren starten, zeigt Ihnen Andrea Unternährer im KLARTEXT FINANZEN Video.
Fehler vermeiden: Worauf Sie beim Geldanlegen achten sollten
Anlageprofis diversifizieren. Sie legen nicht alle Eier in denselben Korb, sondern verteilen das Risiko auf verschiedene Anlageklassen, zum Beispiel Aktien, Obligationen oder Gold. Das können Sie mit Ihrer ersten Geldanlage auch. Diversifikation für Anfänger: Mit dem TKB Zielsparplan, der Vermögensverwaltung Basis und dem Wertpapiersparen 3a investieren Sie in breit diversifizierte Anlagefonds, die Risiken verteilen und Renditechancen optimieren. So legen Sie Ihr Geld an wie die Profis – nur einfacher.
Sie brauchen kein grosses Vermögen, um erfolgreich zu investieren. Auch mit kleinen Beträgen können Sie langfristig ansehnliche Renditechancen realisieren, wenn Sie diese regelmässig investieren. Oft ist es besser, jeden Monat 100 Franken zu investieren als nach fünf Jahren 6000 Franken auf einmal. So kann Ihr Geld länger für Sie arbeiten. Zudem können Sie mit regelmässigen Investitionen vom sogenannten Durchschnittspreis-Effekt profitieren. Das heisst, bei hohen Kursen kaufen Sie – bei immer gleichen Beträgen - weniger Anteile eines Investments und bei tieferen Kursen mehr solcher Anteile. Zum einen steigert dies im Regelfall die Rendite des insgesamt eingesetzten Betrags und zum anderen vermeiden Sie das Risiko, dass Sie Ihr ganzes Geld zum falschen Zeitpunkt – wenn die Preise sehr hoch sind – investieren und die Kurse kurz danach einbrechen. Ihre langfristige Performance dankt es Ihnen.
Kompakt-Seminare zu Finanzthemen
Profitieren Sie an den kostenlosen Kompakt-Seminaren vom Fachwissen unserer Experten. Sie erhalten hilfreiche Tipps zu verschiedenen Finanzthemen aus erster Hand.
Am Kompakt-Seminar «Fit für Anlegen» sprechen Sie mit Experten der TKB über folgende Themen:
- Voraussetzungen für erfolgreiches Anlegen
- Bedeutung von Zielen beim Anlegen
- Risiken und häufige Stolpersteine beim Anlegen und deren Vermeidung
- Praktische Umsetzungsmöglichkeiten
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Karel E. Ehmann, Anlageexperte der TKB und ehemaliger Leiter Investment Center, hat diesen Beitrag gemeinsam mit dem Redaktionsteam erarbeitet. Karel ist seit 2010 bei der Thurgauer Kantonalbank und hat in seiner vorherigen Tätigkeit das neunköpfige Team des Investment Centers der TKB geleitet. Das Investment Center verwaltet Milliardenbeträge in der Vermögensverwaltung und ist für die Beraterinnen und Berater der TKB bei allen Fragen rund ums Anlegen die Anlaufstelle. In seiner neuen Funktion lässt Karel sein profundes Anlegerwissen in die Kommunikationsmassnahmen einfliessen und trägt so zur finanziellen Bildung der TKB-Kundinnen und TKB-Kunden bei. Karel ist in seiner Freizeit vorwiegend in den Bergen unterwegs und hat dank der Pensumsreduktion mehr Zeit, Yoga zu praktizieren und mit seinen erwachsenen Töchtern über die Klimadebatte zu diskutieren.