Saron-Flexi-Hypothek

Der Referenzzinssatz Libor wurde per Ende 2021 abgeschafft. An seine Stelle tritt in der Schweiz der SARON (Swiss Average Rate Overnight). Der SARON ist neu die Basis für die Geldmarkthypothek der TKB.

Vorteile

  • von tiefen Geldmarktzinsen profitieren
  • bei steigenden Zinsen in Festhypothek wechseln
  • Transparenz bei Zinskosten dank SARON-Bindung
  • Steuern sparen dank indirekter Amortisation

Produktdetails

Liegenschaft

Ein- bis Dreifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Stockwerkeigentum, landwirtschaftliche Objekte, Gewerbe- und Industrieobjekte

Sicherheiten
Grundpfanddeckung in der Höhe des Kreditrahmens
SARON und Zinsfestlegung

Der SARON ist ein Tageszinssatz. Er wird für Ausleihungen verwendet, welche sich die Nationalbank und Geschäftsbanken gegenseitig gegen Sicherheiten gewähren.

Damit Hypothekarnehmer nicht täglich Zinsen zahlen müssen, bietet die TKB Zinsperioden von 3 Monaten an. Am Ende jeder Zinsperiode wird aus allen aufgezinsten SARON-Tagessätzen der Basissatz (Compounded SARON) errechnet. Wird zum Basissatz die vereinbarte Marge dazugerechnet, ergibt dies den Kundenzinssatz für die jeweilige Zinsperiode.

Laufzeit
Die SARON-Flexi-Hypothek hat eine fixe Laufzeit von 3 oder 5 Jahren und fixe Zinsperioden von 3 Monaten.
Absicherung Zinsen

Um das Zinsrisiko einzuschränken, besteht die einmalige Möglichkeit, während der Laufzeit in eine Fest-Hypothek mit Restlaufzeit des Vertrages oder länger zu wechseln. Ein Wechsel in eine variable Hypothek ist nicht möglich.

Produktinformationen

Produktvergleich

Der SARON – einfach erklärt

Häufige Fragen zu Saron

Der Libor war als Referenzzins weit verbreitet und diente als Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander ohne Sicherheiten Geld ausliehen. Er wurde bisher insbesondere auch für Geldmarkthypotheken, wie die Libor-Flexi-Hypotheken als Referenzzins genutzt. Der Libor wurde auf dem Finanzplatz in London ermittelt. 

Seit der Finanzkrise 2008 liehen sich Banken kaum noch Geld auf ungesicherter Basis aus. Der Libor basierte deshalb praktisch ausschliesslich auf Expertenschätzungen. Die Qualität dieser Schätzungen war nur schwer nachprüfbar, weshalb der Libor als Referenzzins im Geldmarkt deutlich an Aussagekraft verloren hat. Darum hat die britische Bankenaufsicht FCA im Sommer 2017 beschlossen, die Ermittlung des Libor ab dem 1. Januar 2022 nicht mehr zu unterstützen.

Das bedeutet, dass der Libor durch einen anderen Referenzzins ersetzt werden musste, der aus tatsächlich abgeschlossenen Geschäften abgeleitet werden kann. Diese Rolle hat der SARON übernommen, welcher diese Anforderungen erfüllt.

Für den Schweizer Franken hat ein Gremium aus Vertretern der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Geschäftsbanken mit Unterstützung der Finanzmarktaufsicht (FINMA) den SARON («Swiss Average Rate Overnight») als neuen Referenzzins für den Geldmarkt empfohlen.

Der SARON existiert bereits seit 2009 und ist auch als «SNB-Repo-Satz» bekannt. Er basiert nicht wie der Libor auf einer Einschätzung von Banken, sondern ausschliesslich auf Transaktionen und handelbaren Quotierungen im besicherten Geldmarkt. Konkret: Der SARON ist der Zinssatz, zu dem sich Banken für einen Tag Geld auf besicherter Basis ausleihen. Als Sicherheit dienen dabei Wertpapiere, die sehr hohe Qualitätsanforderungen erfüllen (z.B. Obligationen der Eidgenossenschaft).

Die Liborsätze und der SARON unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten:

  • Der SARON ist ein Zinssatz für Ausleihungen, die mit qualitativ hochstehenden, sehr liquiden Sicherheiten unterlegt sind. Die Libor-Sätze waren Zinssätze für unbesicherte Ausleihungen.
  • Die Libor-Sätze wurden täglich für eine Vielzahl von Laufzeiten festgelegt (z.B. 1, 2 oder 3 Monate). Das heisst, der Kreditnehmer wusste schon zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses, wie viel er nach Ablauf des Geschäfts bezahlen muss. Der SARON ist ein Satz für eine 1-Tages-Ausleihung und jeweils nur für die Zeitperiode bis zum Folgetag bekannt. Die Kosten für einen SARON-Kredit ergeben sich somit dadurch, dass die täglichen SARON-Sätze z.B. über die nächsten 1, 3, 6 oder 12 Monate kumuliert werden. Grundsätzlich sind die tatsächlichen Kosten des Kredits somit erst nach Ablauf des Geschäfts bekannt.

Damit Hypothekarnehmer nicht täglich Zinsen zahlen müssen, bietet die TKB Zinsperioden von 3 Monaten an. Am Ende jeder Zinsperiode wird aus allen aufgezinsten SARON-Tagessätzen der Basissatz (Compounded SARON) errechnet. Wird zum Basissatz die vereinbarte Marge dazugerechnet, ergibt dies den Kundenzinssatz für die jeweilige Zinsperiode.

In unserem Erklärvideo zeigen wir Ihnen im Detail auf, wie die Berechnung des Zinssatzes für eine SARON-Flexi-Hypothek funktioniert.

Beratungstermin vereinbaren

Wir beraten Sie nach Vereinbarung auch ausserhalb unserer Schalteröffnungszeiten. Jeweils montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr.