Die Zukunft des Libors

SARON löst Libor ab

Der Referenzzins Libor wird per 1. Januar 2022 durch einen alternativen Referenzzinssatz ersetzt. Als Nachfolge tritt in der Schweiz der SARON an.

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Häufige Fragen zu Saron

Der Libor – ein Auslaufmodell
Die Libor-Sätze («London Interbank Offered Rate») dienten lang als weltweit wichtigste Referenzzinsen für Finanzprodukte, insbesondere auch für Libor-Flexi-Hypotheken. Libor-Sätze waren Interbanken-Zinssätze, zu der sich die Banken unbesichert Geld für verschiedene Laufzeiten – z.B. 1, 3, 6 oder 12 Monate – ausliehen. Eine ausgewählte Gruppe von Banken in London hat diese Sätze erhoben.

Seit der Finanzkrise 2008 leihen sich Banken kaum noch Geld auf unbesicherter Basis aus. So können die Banken, welche die Libor-Sätze erheben, nur mehr auf Schätzungen zurückgreifen und nicht mehr auf tatsächlich abgeschlossene Transaktionen. Die Qualität dieser Schätzungen ist nur schwer nachprüfbar, weshalb der Libor als Referenzzins im Geldmarkt deutlich an Aussagekraft verloren hat. Deshalb hat die britische Bankenaufsicht FCA im Sommer 2017 beschlossen, die Ermittlung des Libor ab 01.01.2022 nicht mehr zu unterstützen.

Das bedeutet, dass der Libor durch einen alternativen Referenzzins ersetzt werden muss, der aus tatsächlich abgeschlossenen Geschäft abgeleitet werden kann.

SARON – die Schweizer Lösung
Für den Schweizer Franken hat ein Gremium aus Vertretern der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Geschäftsbanken mit Unterstützung der Finanzmarktaufsicht (FINMA) den SARON («Swiss Average Rate Overnight») als neuen Referenzzins für den Geldmarkt empfohlen. Der SARON existiert bereits seit 2009 und ist auch als «SNB-Repo-Satz» bekannt. Er basiert nicht wie der Libor auf einer Einschätzung von Banken, sondern ausschliesslich auf Transaktionen und handelbaren Quotierungen im besicherten Geldmarkt. Konkret: Der SARON ist der Zinssatz, zu dem sich Banken für einen Tag Geld auf besicherter Basis ausleihen. Als Sicherheit dienen dabei Wertpapiere, die sehr hohe Qualitätsanforderungen erfüllen (z.B. Obligationen der Eidgenossenschaft).

Die Liborsätze und der SARON unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten:

  • Der SARON ist ein Zinssatz für Ausleihungen, die mit qualitativ hochstehenden, sehr liquiden Sicherheiten unterlegt sind. Die Libor-Sätze sind Zinssätze für unbesicherte Ausleihungen.
  • Die Libor-Sätze werden täglich für eine Vielzahl von Laufzeiten festgelegt (z.B. 1, 3, 6 oder 12 Monate). Das heisst, der Kreditnehmer weiss schon zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses, wieviel er nach Ablauf des Geschäfts bezahlen muss. Der SARON ist ein Satz für eine 1-Tages-Ausleihung und jeweils nur für die Zeitperiode bis zum Folgetag bekannt. Die Kosten für einen SARON-Kredit ergeben sich somit dadurch, dass die täglichen SARON-Sätze z.B. über die nächsten 1, 3, 6 oder 12 Monate kumuliert werden. Grundsätzlich sind die tatsächlichen Kosten des Kredits somit erst nach Ablauf des Geschäfts bekannt.

Die TKB wird ungeachtet der Libor-Ablösung weiterhin an ihrem umfassenden Produktangebot festhalten. Wir arbeiten aktuell an der Entwicklung einer Nachfolgelösung für Libor-Flexi-Hypotheken, die auf dem SARON basieren wird.

Gerne bieten wir Ihnen weiterhin Libor-Flexi-Hypotheken mit Laufzeiten von 2, 3 und 5 Jahren an. Spätestens ab dem 01.01.2022 werden die dann noch laufenden Libor-Flexi-Hypotheken in wirtschaftlich gleichwertige SARON-Hypotheken umgewandelt.

Wie können wir Ihnen behilflich sein?

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