Geldmarkthypothek

SARON löst Libor ab

Der Referenzzinssatz Libor wird per Ende 2021 abgeschafft. An seine Stelle tritt in der Schweiz der SARON (Swiss Average Rate Overnight). Der SARON wird neu die Basis für die Geldmarkthypothek der TKB bilden.

Beratung vereinbaren So funktioniert der SARON

DER SARON – EINFACH ERKLÄRT

Der Libor wird spätestens per 31. Dezember 2021 weltweit als Referenzzinssatz abgelöst. Für den Schweizer Franken wird neu der SARON («Swiss Average Rate Overnight») die Rolle als Referenzzins übernehmen.

Ab dem 1. November 2020 können Sie bei der TKB SARON-Flexi-Hypotheken abschliessen.

Erfahren Sie in unserem Erklärvideo, wie die SARON-Flexi-Hypothek der TKB funktioniert und wie sich Ihr Zinssatz anhand des SARONS berechnet:

Häufige Fragen zu SARON

Der Libor ist als Referenzzins weit verbreitet und dient als Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander ohne Sicherheiten Geld ausleihen. Er wurde bisher insbesondere auch für Geldmarkthypotheken, wie die Libor-Flexi-Hypotheken als Referenzzins genutzt. Der Libor wird auf dem Finanzplatz in London ermittelt. 

Seit der Finanzkrise 2008 leihen sich Banken kaum noch Geld auf unbesicherter Basis aus. Der Libor basiert deshalb praktisch ausschliesslich auf Expertenschätzungen. Die Qualität dieser Schätzungen ist nur schwer nachprüfbar, weshalb der Libor als Referenzzins im Geldmarkt deutlich an Aussagekraft verloren hat. Darum hat die britische Bankenaufsicht FCA im Sommer 2017 beschlossen, die Ermittlung des Libor ab dem 1. Januar 2022 nicht mehr zu unterstützen.

Das bedeutet, dass der Libor durch einen anderen Referenzzins ersetzt werden muss, der aus tatsächlich abgeschlossenen Geschäften abgeleitet werden kann. Diese Rolle wird der SARON übernehmen, welcher diese Anforderungen erfüllt.

Für den Schweizer Franken hat ein Gremium aus Vertretern der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Geschäftsbanken mit Unterstützung der Finanzmarktaufsicht (FINMA) den SARON («Swiss Average Rate Overnight») als neuen Referenzzins für den Geldmarkt empfohlen.

Der SARON existiert bereits seit 2009 und ist auch als «SNB-Repo-Satz» bekannt. Er basiert nicht wie der Libor auf einer Einschätzung von Banken, sondern ausschliesslich auf Transaktionen und handelbaren Quotierungen im besicherten Geldmarkt. Konkret: Der SARON ist der Zinssatz, zu dem sich Banken für einen Tag Geld auf besicherter Basis ausleihen. Als Sicherheit dienen dabei Wertpapiere, die sehr hohe Qualitätsanforderungen erfüllen (z.B. Obligationen der Eidgenossenschaft).

Die Liborsätze und der SARON unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten:

  • Der SARON ist ein Zinssatz für Ausleihungen, die mit qualitativ hochstehenden, sehr liquiden Sicherheiten unterlegt sind. Die Libor-Sätze sind Zinssätze für unbesicherte Ausleihungen.
  • Die Libor-Sätze werden täglich für eine Vielzahl von Laufzeiten festgelegt (z.B. 1, 3, 6 oder 12 Monate). Das heisst, der Kreditnehmer weiss schon zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses, wie viel er nach Ablauf des Geschäfts bezahlen muss. Der SARON ist ein Satz für eine 1-Tages-Ausleihung und jeweils nur für die Zeitperiode bis zum Folgetag bekannt. Die Kosten für einen SARON-Kredit ergeben sich somit dadurch, dass die täglichen SARON-Sätze z.B. über die nächsten 1, 3, 6 oder 12 Monate kumuliert werden. Grundsätzlich sind die tatsächlichen Kosten des Kredits somit erst nach Ablauf des Geschäfts bekannt.

Damit Hypothekarnehmer nicht täglich Zinsen zahlen müssen, bietet die TKB Zinsperioden von 3 Monaten an. Am Ende jeder Zinsperiode wird aus allen aufgezinsten SARON-Tagessätzen der Basissatz (Compounded SARON) errechnet. Wird zum Basissatz die vereinbarte Marge dazugerechnet, ergibt dies den Kundenzinssatz für die jeweilige Zinsperiode.

In unserem Erklärvideo zeigen wir Ihnen im Detail auf, wie die Berechnung des Zinssatzes für eine SARON-Flexi-Hypothek funktioniert.

Ja, bis zum 31.10.2020 können noch Libor-Flexi-Hypotheken abgeschlossen werden. Diese werden bis Ende 2021 für die Dauer ihrer Restlaufzeit wahlweise in wirtschaftlich gleichwertige SARON-Flexi-Hypotheken umgewandelt oder als Festhypothek weitergeführt. Ihr Berater/Ihre Beraterin wird Sie frühzeitig vor der Ablösung des Libor durch den SARON persönlich kontaktieren.

Bestehende Libor-Flexi-Finanzierungen, die vor Ende 2021 auslaufen, sind von der Umstellung nicht betroffen. Verlängerungen solcher Finanzierungen können auf SARON-Basis oder mit einem anderen Finanzierungs­angebot erfolgen.

Libor-Flexi-Hypotheken, deren Laufzeit nach dem 31.12.2021 endet, werden für die Dauer ihrer Restlaufzeit wahlweise in wirtschaftlich gleichwertige SARON-Flexi-Hypotheken umgewandelt oder als Festhypothek weitergeführt.

Ihr Berater/Ihre Beraterin wird Sie frühzeitig vor der Ablösung des Libor durch den SARON persönlich kontaktieren.

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