Umstellung E-Banking

Wichtige Änderungen im Zahlungsverkehr

Die Umstellung auf das neue OLIVIA E-Banking bringt verschiedene Änderungen im Bereich des Zahlungsverkehrs mit sich. Durch diesen Wechsel ändert sich auch die Offline-Schnittstelle zwischen ERP-Anwendungen (Zahlungssoftware) und dem TKB E-Banking.

Übersicht geänderte Funktionen

Die Einführung des neuen OLIVIA E-Bankings bringt Änderungen am Funktionsumfang und bei einzelnen Abläufen im Zahlungsverkehr mit sich. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

Wenn Zahlungen mittels eines Offlinetools geliefert werden, nimmt OLIVIA keine Teilausführung vor, sollten einzelne Zahlungen eines Files fehlerhaft sein.

  • Zahlungsdateien mit einer fehlerhaften Zahlung werden als Ganzes zurückgewiesen.
  • Fehlerhafte Dateien müssen korrigiert und bei OLIVIA neu eingeliefert werden.
  • Wird eine Zahlungsdatei direkt in OLIVIA manuell hochgeladen, kann eine fehlerhafte Datei direkt korrigiert werden.
  • Zahlungsdaten können nur noch vom Vortag elektronisch heruntergeladen werden.
  • Im Kontoauszug hingegen sind alle tagesaktuellen Zahlungen ersichtlich.
  • OLIVIA kennt den Status «Erfasst» nicht.
  • Zahlungen welche mit Erfassungsrechten erstellt wurden, haben neu den Status "in Drittfreigabe".
  • Die Erfassung von Stapeln von Zahlungsbelegen per Giromat ist nicht mehr möglich.
  • Das Ausführungsdatum und das Belastungskonto werden nach jedem Scan auf den Standard (Ausführung morgen, Standardbelastungskonto) gesetzt.
  • Aktuell werden Kontoüberträge nur werktags sofort ausgeführt.
  • An Wochenenden oder an Feiertagen erfasste Kontoüberträge werden am folgenden Werktag ausgeführt.
  • Die Schnittstelle für Offline-Software hat geändert. Bitte nehmen Sie die nötigen Anpassungen vor, damit Sie weiter offline mit dem OLIVIA E-Banking Daten austauschen können. 

Häufige Fragen zur Schnittstellen-Anpassung

Betroffen sind sämtliche Kunden, die über eine Software (Bsp.: CLX.Paymaker, Abacus etc.) automatisiert Kontoinformationen (MT940, camt) abrufen oder Zahlungsdateien (pain.001) in das E-Banking hochladen.

Sofern Zahlungsdateien oder Kontoinformationen manuell hoch- resp. heruntergeladen werden, ist eine Anpassung nicht notwendig.

In der Vertrags- oder Mandantenverwaltung der eingesetzten Software ist Ihre persönliche TKB E-Banking Vertragsnummer und das Passwort gespeichert. Dort ist auch der Verbindungspunkt zu unserem aktuellen E-Banking definiert.

Da dieser per 6. Oktober 2019 ändert, wird die Verbindung über diesen Vertrag/Mandant nicht mehr funktionieren. Selbstverständlich bleiben die Vertragsnummer und das Passwort weiterhin gültig. 

Je nach Software wird ein neuer Eintrag in der Vertrags- respektive Mandantenverwaltung erscheinen - dieser kann möglicherweise «Thurgauer Kantonalbank - Avaloq E-Banking» heissen. Diesen müssen Sie erneut mit der Vertragsnummer und Ihrem Passwort befüllen. Nach dem 6. Oktober 2019 muss der Verbindungsaufbau über diesen neuen Eintrag erfolgen.

Details zur individuellen Anpassung der Verbindungsparameter kann Ihnen Ihr Softwarehersteller mitteilen.

Ohne entsprechende Anpassungen ist der Verbindungsaufbau sowohl für das Hochladen von Zahlungsdateien als auch das Herunterladen von Kontoinformationen ab dem 6. Oktober 2019 nicht mehr möglich.

Für die Anpassung der Verbindungsparameter ist Ihr Softwarehersteller erster Ansprechpartner. Da die Software in der Regel ein Update benötigt, erhalten Sie beim Hersteller auch alle Informationen über den Zeitraum.
Erst, wenn der Softwarehersteller die entsprechenden Anpassungen mittels Update bereitgestellt hat, können Sie die Verbindungsparameter anpassen.

Sollten nach dem 6. Oktober 2019 dennoch Verbindungsprobleme auftauchen, kontaktieren Sie bitte unseren OLIVIA Helpdesk.

  • Informieren Sie sich bei Ihrem Softwarehersteller über den Zeitpunkt der Softwareumstellung. 
  • Erledigen Sie dringende Zahlungen bis spätestens Donnerstag, 3. Oktober 2019.
  • Sollten Sie das Passwort für Ihren TKB E-Banking Vertrag nicht mehr kennen, so bestellen Sie kurz vor der Umstellung ein neues. So ist sichergestellt, dass Sie nach der Umstellung über die aktuellen und gültigen Zugangsdaten verfügen. 
  • Je nach Software können Sie die Anpassungen in der Vertrags- oder Mandantenverwaltung kurz vor der Umstellung oder direkt am Montag, 7. Oktober 2019 vornehmen. Planen Sie diesbezüglich genügend Zeit ein.

 

Umstellung von SoftCert auf EBICS

Ab sofort bietet die TKB ihren Geschäftskunden auch eine EBICS-Schnittstelle an. Kunden, die bisher die Zertifikatslösung SoftCert genutzt haben, können künftig die neue EBICS-Lösung nutzen.

EBICS ist ein internetbasierter Kommunikationsstandard im Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen und Banken. Mittels der Direktanbindung der firmeneigenen Software (ERP- / Offlinetools) an EBICS erfolgt die Kommunikation einfach, direkt und standardisiert. Der Austausch der Daten zwischen Ihnen und der Thurgauer Kantonalbank erfolgt dabei über den internationalen Standard «EBICS» (Electronic Banking Internet Communication Standard). 

Beachten Sie bitte, dass eingereichte Zahlungen bis zur finalen Verbuchung nicht im OLIVIA E-Banking ersichtlich sind. Die Zahlungen werden von Ihrer Software direkt ins Kernbankensystem der Thurgauer Kantonalbank übermittelt.

Handlungsschritte (beim Einsatz der VEU-App)

  1. Kunde
    erfasst in seiner eingesetzten Software die Zahlungsaufträge. Diese können durch eine beliebige Anzahl von Mitarbeitenden geprüft und in der Software visiert werden. Die final dazu berechtigte Person übermittelt den Auftrag mit Erfassungsrechten (Transportrecht "T") - diese Unterschrift berechtigt lediglich zur Übermittlung der Zahlungsdatei.
  2. TKB-EBICS
    prüft, ob der erhaltene Auftrag inhaltlich und formell (ISO-Struktur) korrekt ist und stellt diesen (wenn korrekt) in die "VEU-Mappe".
  3. Kunde
    ruft die offenen Zahlungsaufträge in der "VEU-Mappe" der Smartphone-App auf.
  4. Kunde
    kann mit der entsprechenden Berechtigung die Zahlung visieren (Unterschriften «A» oder «B» bei Kollektivunterschrift) oder mit Unterschrift «E» direkt freigeben. Es können auch mehrere VEU-App Nutzer für die Freigabe definiert werden.
  5. TKB-EBICS
    prüft die Berechtigungen und leitet (wenn korrekt) den Auftrag zur Ausführung an das Kernbankensystem weiter.
  6. Kunde
    kann den Status des Auftrages mittels pain.002 abfragen.
     

EBICS bietet ein mehrstufiges Sicherheitskonzept an. Einerseits definieren Sie die Berechtigungen nach Ihren eigenen Bedürfnissen in Ihrer Software, andererseits verfügt jeder Teilnehmer (EBICS-Nutzer) über ein individuelles Schlüsselpaar, das aus einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel besteht.

Sämtliche Zugriffe, Zahlungsübermittlungen und Abholungen von Daten werden protokolliert und können jederzeit überprüft und nachvollzogen werden.

Wichtig: Massgebend für die Sicherheit ist die eigenen IT-Infrastruktur. Kann sich bspw. ein Hacker Zugriff verschaffen, so kann auch das EBICS-Sicherheitskonzept umgangen werden. Als zusätzlichen Schutz kann die Zahlungserfassung von der Freigabe getrennt werden - dies mittels einer von der IT-Infrastruktur losgelösten App zur verteilten elektronischen Unterschrift.

Grundsätzlich erfolgt die Vergabe der Berechtigungen innerhalb der eingesetzten Software. Zur Erhöhung der Sicherheit und zur Trennung der Zahlungserfassung und Freigabe bietet die TKB eine Smartphone-App für die verteilte elektronische Unterschrift an. Diese hat den Vorteil, dass sie vollkommen losgelöst von der IT-Infrastruktur ist.

Wenden Sie sich hierfür direkt an den Helpdesk OLIVIA.

Die aktuellsten und unterstützten Auftragsarten finden Sie jeweils im Verbindungsparameterblatt

EBICS ist ein internationaler Standard, der mittlerweile sehr verbreitet ist. Sehr viele Software-Hersteller haben dies bereits in ihrer Software implementiert. Sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein, melden Sie sich direkt beim entsprechenden Hersteller. 

Für die Nutzung von EBICS benötigen Sie lediglich:

  • ein Konto bei der Thurgauer Kantonalbank
  • eine EBICS-fähige Software
  • Internetzugang

Beachten Sie bitte, dass die TKB bei der Vergabe von EBICS weitere Kriterien prüft. Die TKB kann beispielsweise bei unzureichender IT-Sicherheitsinfrastruktur den Zugang zu EBICS ablehnen.

Die Nutzung von EBICS ist kostenlos. Für den Zahlungsverkehr und die dazugehörige Kontoverbindung gelten die entsprechenden Preise und Konditionen.

Wie können wir Ihnen behilflich sein?

Mo. - Fr. von 08.00 - 18.00 Uhr
Kartensperrung 24 h

0848 111 444

OLIVIA – Entdecken Sie Ihr neues E-Banking 

Dürfen wir vorstellen: OLIVIA - das Kundenportal der TKB. OLIVIA löst das TKB E-Banking ab und führt es mit weiteren digitalen Angeboten unter einem einzigen Login zusammen.

Neue OLIVIA kennenlernen
Probleme OLIVIA Key App und Face ID bzw. Touch ID

Bei der Verwendung von Face ID bzw. Touch ID kann es beim Öffnen der OLIVIA Key App auf iPhones zu Problemen kommen.

Umgehungslösung