Medienmitteilung vom 17. September 2026
Neue Fassade aus Recyclingmaterial
Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) saniert derzeit die Fassade an ihrem Gebäude an der Hauptstrasse 39 in Kreuzlingen nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft. Dabei setzt sie auf langlebige Produkte sowie Materialien mit einem sehr hohen Anteil an recycelten Rohstoffen. Die alten Fassadenteile werden sortenrein getrennt und wieder aufbereitet. Das hilft, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden.
Die Sanierung eines Gebäudes ist in der Regel weit umweltverträglicher als ein Ersatzneubau, da weniger Abfall entsteht und weniger neue Ressourcen verbraucht werden. Dennoch belasten auch Sanierungen die Umwelt erheblich, da das gebrauchte, alte Material oft weggeworfen und durch neues ersetzt wird. Im Schweizer Bau- und Fassadenmarkt ist nun allerdings eine neue, zukunftsweisende Tendenz erkennbar: Es wird vermehrt nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gearbeitet. Dabei wird gebrauchtes Material sortenrein getrennt, recycelt und in Form von neuen Gebäudeteilen wiederverwendet. Das schont Ressourcen und reduziert den CO2-Verbrauch erheblich.
Wertvolle Ressourcen erhalten
Nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft wird auch die Fassade des TKB-Gebäudes in Kreuzlingen saniert. Die alte Fassade wird Stück für Stück demontiert und das Material sauber getrennt gesammelt. Die Stahlunterkonstruktionen, Aluminiumbleche und -profile, Polyamidstege sowie elastische Dichtungen aus dem synthetischen Kautschuk Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) werden gesammelt, recycelt und für andere Produkte wiederverwendet. Dadurch bleiben vorhandene Ressourcen im Materialkreislauf erhalten und der Bedarf an neuen Baustoffen sowie die damit verbundenen CO₂-Emissionen werden reduziert. Auch die Elemente aus Waschbeton an der Ost- und Westseite des Gebäudes werden wieder in den Kreislauf eingebracht. Sie werden durch Andeer-Gneis, einem Gestein aus dem bündnerischen Dorf Andeer, ersetzt.
Neue Fassade mit «altem» Material
Fast alle Teile der neuen Fassade des TKB-Gebäudes in Kreuzlingen werden einen sehr hohen Anteil an sogenanntem «Post-Consumer-Schrott» aufweisen. Das heisst, dass das Material dieser Teile bereits mindestens einmal in einem anderen Produkt verwendet, anschliessend recycelt und wiederaufbereitet worden ist. Gleichzeitig wird die Konstruktion der neuen Fassade bereits heute so geplant, dass bei einem neuerlichen Ersatz die Bauteile auch wieder möglichst zerstörungsfrei demontiert, sortenrein getrennt und erneut genutzt werden können. Auch achtete die TKB bei der Wahl der neuen Materialen darauf, dass sie möglichst wartungsarm und langlebig sind.
Thurgauer Wirtschaft fördern
«Für die TKB ist die Fassadensanierung in Kreuzlingen ein Leuchtturmprojekt», erläutert Francesca Keller, Mitglied der TKB-Geschäftsleitung während einer Medienkonferenz in Kreuzlingen. «Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto-null zu senken.» Insbesondere bei der Sanierung von Gebäuden lege die TKB deshalb grossen Wert auf Nachhaltigkeit, wie das Beispiel in Kreuzlingen gut aufzeige. Nachhaltigkeit betreffe jedoch nicht bloss energetische Massnahmen, wie den Ersatz alter Geräte durch energieeffiziente Haustechnik oder eine gute Dämmung der Gebäude und die Wahl der Materialien. «Wichtig ist uns zudem, dass wir unsere Aufträge wo immer möglich ans regionale Gewerbe vergeben», betont die Leiterin des TKB-Privatkundengeschäfts, «das spart lange Anfahrtswege und fördert auch die Thurgauer Wirtschaft.»
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