Medienmitteilung vom 04. November 2026
Betrüger setzen auf Emotionen
Falsche Gewinnversprechen, Schockanrufe oder Phishing-Mails: Betrügerinnen und Betrüger finden immer wieder neue Methoden, um ihre Opfer zu manipulieren. Wie man sich vor Betrug schützen kann, erfuhren rund 2400 Besucherinnen und Besucher an der Veranstaltungsreihe «Sicherheit im Alltag» der Thurgauer Kantonalbank (TKB). Die Anlässe fanden in Arbon, Amriswil und Kreuzlingen statt.
Es ist Abend. Ein Feuer knistert im Kamin und im Fernseher läuft ein romantischer Film. Inmitten dieser Idylle klingelt das Telefon. Am anderen Ende meldet sich die eigene Tochter. Mit tränenerstickter Stimme berichtet sie, dass sie einen schweren Unfall verursacht habe und dringend Geld brauche, um eine Kaution zu hinterlegen. Viele Menschen, die einen solchen Anruf erhalten, möchten sofort helfen. Koste es, was es wolle.
Zuerst die Fakten prüfen
«Es lohnt sich immer, trotz des Schocks zuerst kurz innezuhalten», weiss Daniel Meili von der Kantonspolizei Thurgau. Wichtig sei, zuerst die Fakten zu überprüfen. «Bewahren Sie Ruhe und rufen Sie ihre Tochter oder die Polizei an, bevor Sie Geld übergeben. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist sie wohlauf und weiss nichts von einem Unfall.»
Täter bauen gezielt Druck auf
Jede und jeder könne Opfer von Betrügern werden, betont Daniel Meili. «Die Täter verstehen es, enormen Druck aufzubauen und ihre Opfer zu manipulieren.» Dabei nutzten sie gezielt Emotionen wie Freude und Angst aus oder setzen auf die Gutgläubigkeit ihrer Opfer. Deshalb sei es wichtig, stets wachsam und misstrauisch zu sein. Als Faustregel gelte: Sobald Geld, Wertsachen oder persönliche Daten wie beispielsweise Passwörter verlangt würden, sei höchste Vorsicht angebracht. Auch unerwartete Gewinnversprechen, Schnäppchenangebote oder aussergewöhnlich hohe Renditen deuteten auf Betrug hin. «Wenn etwas zu gut tönt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch», betont der Präventionsfachmann der Kantonspolizei Thurgau.
Ruhe bewahren und kritisch nachfragen
Praktische Tipps für den sicheren Umgang mit Karten, Twint und E-Banking vermittelte anschliessend Priska Bättig, Teamleiterin im TKB-Beratungscenter. Sie empfahl den Anwesenden, Links und Anhänge in Nachrichten stets kritisch zu prüfen und Passwörter sowie Zugangsdaten niemals an Dritte weiterzugeben. «Weder die Polizei noch eine Behörde oder Ihre Bank fragt nach Ihrem Passwort oder fordert Sie dazu auf, Geld abzuheben oder zu überweisen», betont Priska Bättig. Wer unsicher sei, solle immer direkt bei der Bank nachfragen, bevor er sich von Unbekannten zu etwas drängen lasse. Wichtig sei, Ruhe zu bewahren, kritisch nachzufragen und Aufforderungen zu Zahlungen oder zur Herausgabe persönlicher Daten sorgfältig zu prüfen. Wer dies befolge, könne das Risiko, Opfer eines Betrügers zu werden, deutlich reduzieren.
Bei Betrugsverdacht sofort handeln
Sollte trotz aller Vorsichtsmassnahmen doch etwas passieren, müsse rasch gehandelt werden. «Sperren Sie bei Betrugsverdacht unverzüglich Ihre Karten und den Zugang zum E-Banking oder kontaktieren Sie Ihre Bank», rät Priska Bättig. In der Regel empfehle sich auch eine Anzeige bei der Polizei.
Wertvolle Tipps gegen Betrug
Viele nützliche Tipps und weitere Informationen zum Thema Betrug gibt es im Internet unter folgenden Adressen:
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