Medienmitteilung vom 7. August 2015

Thurgauer Kantonalbank erfolgreich unterwegs

Die Thurgauer Kantonalbank präsentiert ein solides Halbjahresergebnis. Das kontinuierliche Wachstum der Ausleihungen und Kundeneinlagen konnte fortgesetzt werden.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) präsentiert ein solides Halbjahresergebnis. Das kontinuierliche Wachstum der Ausleihungen und Kundeneinlagen konnte fortgesetzt werden. Positiv schlugen das Zinsen- und das Handelsgeschäft zu Buche. Der Geschäftserfolg wuchs um 18,7 Prozent auf 77 Mio. Franken. Der Halbjahresgewinn fällt auch aufgrund eines einmaligen Beteiligungserlöses rund 40 Prozent höher aus als im Vorjahr.

Das erste Semester 2015 war geprägt vom Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Euro/Franken-Mindestkurs aufzuheben und Negativzinsen einzuführen. Diesem anspruchsvollen Umfeld vermochte die TKB zu trotzen. Dies zeigen die Halbjahreszahlen, welche die Bank erstmals nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften ausweist. Der Geschäftserfolg, die Kennzahl für die operative Leistung, stieg um 12,2 Mio. auf 77,0 Mio. Franken (+18,7 Prozent).

Starkes Zinsengeschäft
Haupttreiber des erfolgreichen Resultats war das Zinsengeschäft. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft wuchs um 7,9 Prozent auf 122,1 Mio. Franken. Dieser Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. So weist die Bank bei den Hypotheken weiterhin ein erfreuliches Wachstum auf. Die Refinanzierungskosten waren aufgrund des tiefen Zinsniveaus niedriger als im Vorjahr. Auch die gewählte Zinsabsicherungsstrategie trug zum Erfolg aus dem Zinsengeschäft bei. So resultierte ein Marktwertgewinn aus der Veräusserung von Swaps, welche die TKB für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos einsetzt. Unter Berücksichtigung der weiterhin sehr tiefen Wertberichtigungen im Ausleihungsgeschäft – deren Veränderungen sind gemäss der neuen Rechnungslegungsvorschriften direkt im Zinserfolg zu berücksichtigen – resultiert ein Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 121,5 Mio. Franken (+ 8,3 Prozent oder 9,4 Mio. Franken).

Kundenaktivitäten stimulieren Handelsgeschäft
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft beläuft sich auf 26,8 Mio. Franken. Dieser Betrag liegt 2,4 Mio. Franken unter dem ausserordentlich guten Vorjahreswert. Im unsicheren Börsenumfeld agieren viele Anlegerinnen und Anleger zurückhaltend. Das Fondsgeschäft entwickelte sich weiterhin und wie erwartet rückläufig. Eine positive Ertragsentwicklung weist das Vermögensverwaltungsgeschäft auf. Das Handelsgeschäft für Kunden war geprägt von der Aufhebung des Euro/Franken-Mindestkurses. Dies führte zu vermehrten Devisentransaktionen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg daher um 4,4 Mio. Franken (+ 52,6 Prozent) auf 12,7 Mio. Franken.

Kosten und Risiken im Griff
Der Geschäftsaufwand von 81,0 Mio. Franken konnte dank Kostendisziplin stabil gehalten werden (+ 0,3 Prozent). Der Personalaufwand stieg leicht um 0,6 Prozent auf 51,7 Mio. Franken, der Sachaufwand nahm um 0,2 Prozent auf 29,3 Mio. Franken ab. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio ohne Veränderungen von Wertberichtigungen im Zinsergebnis) sank aufgrund der starken Ertragsentwicklung auf 49,3 Prozent. Auch risikomässig steht die TKB auf gesunden Beinen, wofür die tiefen Wertberichtigungen und Rückstellungen ein Gradmesser sind.

Höherer Halbjahresgewinn mit Sonderertrag
Der Geschäftserfolg, die Kennzahl für die operative Leistung der Bank, stieg auf 77,0 Mio. Franken. Das ist ein Zuwachs gegenüber der Vorjahresperiode von 12,2 Mio. Franken oder 18,7 Prozent. Aus dem im März 2015 erfolgten Verkauf der Beteiligung an der Kantonalbanken-Tochter Swisscanto erzielt die TKB einen ausserordentlichen Ertrag von 15,5 Mio. Franken. Dieser Einmaleffekt lässt den Halbjahresgewinn auf 83,1 Mio. Franken ansteigen (+ 24,9 Mio. Franken oder 42,9 Prozent).

Kontinuierliches Bilanzwachstum
Zum ersten Mal liegt die Bilanzsumme der TKB über 20 Mia. Franken. Die Ausleihungen legten um 473,5 Mio. Franken (+ 2,8 Prozent) zu und betrugen Mitte Jahr 17,638 Mia. Franken. Mit 16,165 Mia. Franken bilden die Hypothekarforderungen den Löwenanteil. Sie stiegen in einem weiterhin intakten Immobilienmarkt Thurgau um 520,2 Mio. Franken (+ 3,3 Prozent). Einen wiederum erfreulichen Zuwachs von 5,8 Prozent (+ 701,4 Mio. Franken) erzielte die TKB bei den Kundeneinlagen. Diese betrugen Ende Juni 12,822 Mia. Franken. Der TKB flossen in den ersten sechs Monaten 309 Mio. Franken Netto-Neugeld (Net New Money) zu. Das ist deutlich mehr als in der Vorjahresperiode (151 Mio. Franken).

Wichtige Schritte gemacht
Die TKB sieht sich gegen Ende der Strategieperiode 2011 bis 2015 organisatorisch und vom Geschäftsmodell her gut aufgestellt für die Zukunft. Die konsequente Ausrichtung auf das klassische Kerngeschäft einer Universalbank und den Wirtschaftsraum Thurgau bewährt sich nach wie vor. Die gezielten Erweiterungen im Produktangebot, insbesondere die Servicepakete für Kunden und die Vermögensverwaltungslösung Basis, finden guten Anklang im Markt und entwickeln sich auch ertragsmässig positiv. Ihre Rolle als Bank der Thurgauer Wirtschaft konnte die TKB dank der erfolgreichen Initiative im Gewerbekundenbereich weiter festigen, was ein beachtlicher Neukundenzuwachs in diesem Bereich unterstreicht. Eine Erfolgsgeschichte sind die Lancierung des TKB-Partizipationsscheins (PS) und der damit verbundene Börsengang der Bank im Frühjahr 2014. Der als Dividendenpapier positionierte PS hat sich stabil entwickelt und auch die Platzierung einer zweiten Tranche im ersten Semester 2015 konnte erfolgreich vollzogen werden. Ebenso war die erste Partizipanten-Versammlung der TKB mit 2‘500 Gästen ein Erfolg und eine Bereicherung der gesellschaftlichen Agenda im Kanton. Wert legt die TKB auf ihre starke Eigenmittelausstattung. Die Kapitalquote beträgt solide 17,6 Prozent. Die strategischen Eckwerte für die kommenden Jahre legen Bankrat und Geschäftsleitung im zweiten Semester fest. Dabei setzt die Bank weiterhin auf lokale Verankerung und Kundennähe.

Ausblick: Kontinuierliche Entwicklung
Die Entwicklung des Jahresergebnisses hängt auch im zweiten Halbjahr stark vom unsicheren Zins- und Börsenumfeld ab. Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern, erwartet die TKB einen weiterhin soliden Geschäftsgang. Der starke Franken bleibt allerdings für die Thurgauer Exportwirtschaft und die zahlreichen Zulieferbetriebe eine grosse Herausforderung, die zu noch ungewissen Bremsspuren führen dürfte. Insgesamt robust präsentiert sich nach wie vor die Binnenwirtschaft, wobei sich die Dynamik im Bau etwas abgeschwächt hat. Da der Geschäftserfolg der Bank im ersten Semester auch von Einmaleffekten beeinflusst ist, werden sich die Erträge im zweiten Semester moderater entwickeln. Die TKB geht für das Jahr 2015 von einem guten Ergebnis und einem höheren Unternehmenserfolg als im Vorjahr aus.


Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung:
„Die TKB hat das erste Semester 2015 in einem anspruchsvollen Umfeld gut gemeistert. Unser klares Geschäftsmodell als regional verankerte Universalbank bewährt sich. Auch wenn sich die Ertragslage im zweiten Halbjahr moderater entwickelt, erwarten wir erneut ein solides Jahresergebnis.“

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