Medienmitteilung vom 19. Februar 2013

Starkes Jahr für die Thurgauer Kantonalbank

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) kann erneut ein erfolgreiches Jahresergebnis vorweisen.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) kann erneut ein erfolgreiches Jahresergebnis vorweisen. Sowohl Kundengelder als auch Ausleihungen sind gewachsen. Bis auf das indifferente Geschäft konnten alle Ertragspfeiler gesteigert werden. Der Bruttogewinn von 134,3 Mio. Franken nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent zu. Der ausgewiesene Jahresgewinn von 87,9 Mio. Franken liegt 26,2 Prozent über der Vorjahresmarke. Kanton und Gemeinden erhalten 31 Mio. Franken Gewinn ausgeschüttet, das sind 6 Mio. Franken mehr als 2011.

Die Thurgauer Kantonalbank hat sich im vergangenen Jahr gut behauptet. Trotz des unverändert lebhaften Wettbewerbs erzielte die Bank ein solide abgestütztes Wachstum. Dazu beigetragen hat das Hypothekargeschäft, das aufgrund der regen Nachfrage gut lief. Die TKB ist sich als Marktführerin in diesem Bereich ihrer Verantwortung bewusst und hält an ihren vorsichtigen Vergabekriterien für Wohnbau-Finanzierungen fest. Auch ortet die Bank weiterhin keine Überhitzungserscheinungen im Thurgauer Immobilienmarkt, obwohl das Preisniveau in einzelnen Regionen angezogen hat.

Höheres Ausleihungsvolumen
Das Volumen der Hypothekarforderungen betrug am Jahresende 14,407 Mia. Franken, was einer Steigerung von 6,6 Prozent entspricht. Trotz unterschiedlicher Investitionstätigkeit der Unternehmen haben die Forderungen gegenüber Kunden um 5,0 Prozent auf 1,834 Mia. Franken zugenommen. Das Total der Ausleihungen erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 16,241 Mia. Franken, was einem absoluten Zuwachs von 978,9 Mio. Franken entspricht.

Mehr Kundengelder
Über 1 Mia. Franken neue Kundengelder sind der Bank im Berichtsjahr zugeflossen, wodurch sich der Refinanzierungsgrad verbessert hat. Die Verpflichtungen in Spar- und Anlageform kletterten um 619,9 Mio. Franken (+ 8,8 Prozent) auf 7,633 Mia. Franken. In diesem Zufluss sind neben neuen Kundengeldern auch Umschichtungen aus Depotbeständen enthalten. Die Übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden erhöhten sich um 12,1 Prozent (+ 403,2 Mio.) auf 3,724 Mia. Franken. Vor dem Hintergrund des tiefen Zinsniveaus büssten Kassenobligationen an Attraktivität ein, was deren Bestand am Jahresende auf 744,6 Mio. Franken (- 9,5 Prozent) sinken liess.

Neugeld-Zuwachs erzielt
Im Geschäftsjahr 2012 konnte die TKB Netto-Neugeld im Umfang von 436 Mio. Franken gewinnen. Das entspricht 3,0 Prozent der verwalteten Kundenvermögen. Das Total der Kundenvermögen beziffert sich am Jahresende auf 15,164 Mia. Franken.

Zinsengeschäft solide
Die wichtigste Ertragsquelle der Bank, das Zinsengeschäft, konnte im Vergleich zum Vorjahr um erfreuliche 3,3 Prozent auf 206,0 Mio. Franken ausgeweitet werden - trotz rückläufiger Zinsmargen. Obwohl sich der Schweizer Aktienmarkt 2012 überraschend gut entwickelt hat, blieben viele Anlegerinnen und Anleger zurückhaltend mit Investitionen an der Börse. Das zeigt der tiefere Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der 52,2 Mio. Franken beträgt (- 5,6 Prozent). Gut entwickelt hat sich das Handelsgeschäft für Kunden, das mit 18,7 Mio. Franken eine Steigerung von 6,7 Prozent erfuhr.

Stabile Kostenentwicklung
Dank aktiver Kostenbewirtschaftung konnte der Geschäftsaufwand von 149,7 Mio. Franken stabil gehalten werden (- 0,8 Prozent), wobei sowohl der Sachaufwand (- 0,3 Prozent) als auch der Personalaufwand (- 1,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert liegen. Klammert man die einmalige Zuweisung an die Pensionskasse des Vorjahres aus, beträgt der Anstieg des Personalaufwandes rund 4 Prozent, was in der Schaffung neuer Stellen im Zuge der Strategieumsetzung begründet liegt.

Risiken im Griff
Die Risikosituation im Ausleihungsgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert, was sich in weiterhin tiefen Wertberichtigungen im Kreditbereich niederschlägt. Dass der Gesamtaufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste höher ausfällt als 2011, hängt mit einer Rückstellung von rund 8 Mio. Franken zusammen, welche die TKB aufgrund des jüngsten Bundesgerichtsentscheides zur Rückvergütung von Vertriebsentschädigungen vorgenommen hat. Die TKB wird Vermögensverwaltungskunden, die Anspruch auf eine Rückzahlung haben, den entsprechenden Betrag zurückzahlen. Die betroffenen Kunden werden darüber demnächst orientiert.

Bruttogewinn über Budget
Der Bruttogewinn der Bank konnte um 5,1 Prozent auf 134,3 Mio. Franken gesteigert werden. Diese Grösse übertrifft den budgetierten Wert von 123 Mio. Franken deutlich. Das Zwischenergebnis - Kennzahl für die operative Leistung der Bank - stieg um 1,3 Prozent auf 108,0 Mio. Franken. Da die TKB über eine starke Eigenmittelausstattung verfügt, konnte die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut reduziert werden auf 10,5 Mio. Franken (Vorjahr 29,5 Mio.). Die Steuern fallen mit 10,2 Mio. Franken 26,7 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der ausgewiesene Jahresgewinn beläuft sich auf 87,9 Mio. Franken, was einer deutlichen Erhöhung von 26,2 Prozent entspricht.

Mehr Gewinn für den Kanton
Die Grundlage für die Gewinnverteilung bildet das TKB-Gesetz. Die Abgeltung der Staatsgarantie, welche im Vorjahr noch pro rata ausgeschüttet worden ist, kommt dieses Jahr erstmals voll zum Tragen. Sie beträgt 3,4 Mio. Franken. Die Entschädigung für das Grundkapital beläuft sich wie im Vorjahr auf 11,4 Mio. Franken. Die Zuweisung an die Staatskasse beträgt 28,0 Mio. Franken (+ 6 Mio.). Die gewinnanteilsberechtigten Gemeinden erhalten erneut das gesetzliche Maximum von 3,0 Mio. Franken ausgeschüttet. Insgesamt erhält der Kanton aus dem Gewinn 42,7 Mio. Franken. Berücksichtigt man zusätzlich die Steuern, betragen die Abgaben an den Kanton und die Gemeinden 55,9 Mio. Franken. Das sind knapp 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Einwohner betragen die gesamten Abgaben der Bank rund 220 Franken.

Starke Substanz
Mit eigenen Mitteln von 1,670 Mia. Franken nach Gewinnverwendung bzw. einer Kapitalquote von 17,3 Prozent zählt die TKB weiterhin zu den bestkapitalisierten Banken in der Schweiz. Auch die Eigenkapitalvorgaben für Banken (Basel III) sowie die Vorgaben aus der Eigentümerstrategie übertrifft die TKB klar. Vor diesem Hintergrund stellt auch der jüngst vom Bundesrat beschlossene antizyklische Puffer die Bank vor keinerlei Probleme. Für die TKB bedeutet der Puffer, dass die Mindest-Kapitalquote vorübergehend von 12 bis auf maximal 13 Prozent ansteigt, was weiterhin deutlich tiefer ist als der ausgewiesene Wert von 17,3 Prozent. Gemessen an der Bilanzsumme beträgt das Eigenkapital der Bank 9,4 Prozent.

Strategieumsetzung auf Kurs
Bei der Umsetzung ihrer Strategie 2011 bis 2015 ist die TKB gut auf Kurs. Im vergangenen Jahr konnten zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Einen Schwerpunkt bildete die Neupositionierung des Anlagegeschäfts, bei dem die TKB seit knapp einem Jahr mit dem unabhängigen Beratungsunternehmen Wellershoff & Partners zusammenarbeitet. Der Beratungsprozess für das Vermögensverwaltungs- und das Anlagegeschäft wurde von Grund auf neu gestaltet. Zudem hat die TKB neue Lösungen für Vermögensverwaltungskunden entwickelt, welche den Kapitalerhalt ins Zentrum stellen und dank kluger Diversifizierung und aktivem Risikomanagement robuster auf Marktveränderungen reagieren als klassische Portfolios. Erfolgreich etabliert haben sich auch die neue Gewerbekunden-Einheit und das Kompetenzzentrum für Auslandkunden. Strategisch, strukturell und finanziell ist die Bank gut aufgestellt für die geplante Ausgabe eines Partizipationsscheins (PS) und dem damit verknüpften Gang an die Börse. Mit einem PS sollen sich Kunden und Investoren direkt am Erfolg der Bank beteiligen können. Grundlage für dessen Schaffung bildet eine Änderung im TKB-Gesetz, über die der Thurgauer Grosse Rat 2013 befindet.

Ausblick 2013
Für das laufende Jahr rechnet die TKB mit einem stabilen Geschäftsgang in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld. Die Thurgauer Marktführerin geht von einem leicht tieferen Wachstum im Hypothekargeschäft und einer wirtschaftlichen Verlangsamung aus. In der Zinslandschaft erwartet die TKB wenig Bewegung; die Zinsen dürften weiterhin tief bleiben. Als Ziel-Bruttogewinn strebt die Bank im laufenden Geschäftsjahr rund 124 Mio. Franken an. Dieser Wert ist aufgrund unverminderter Investitionsaktivitäten im Zuge der Strategieumsetzung tiefer angesetzt als das erreichte Resultat im Geschäftsjahr 2012.

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