Medienmitteilung vom 14. Februar 2012

Thurgauer Kantonalbank hat 2011 gut gemeistert

Die Thurgauer Kantonalbank wartet erneut mit einem soliden Ergebnis auf.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) wartet erneut mit einem soliden Ergebnis auf. In einem unverändert anspruchsvollen Umfeld realisierte die Marktführerin im Kanton einen Bruttogewinn von 127,8 Mio. Franken (Vorjahr 131,7 Mio.). Bereinigt um einen Sondereffekt beläuft sich der Wert auf 132,7 Mio. Franken. Rund 5 Prozent über Vorjahr liegt der ausgewiesene Jahresgewinn von 69,7 Mio. Franken. Die Gewinnausschüttung an Kanton und Gemeinden ist mit 25 Mio. Franken eine Million höher als 2010.

In einem von Unsicherheiten und nachhaltig tiefen Zinsen geprägten Markt kann die TKB einen soliden Abschluss 2011 präsentieren. Während sich das Zinsengeschäft trotz Margenschwund positiv entwickelte, spürte die Bank im indifferenten Geschäft die Zurückhaltung vieler Kunden bei Wertschriftenanlagen.

Wachstum bei den Ausleihungen
Bei den Ausleihungen konnte die TKB im Jahr 2011 erneut ein beachtliches Wachstum erzielen. Das Volumen stieg um 4,0 Prozent (+ 586,4 Mio.) auf 15,262 Mia. Franken. Die Forderungen gegenüber Kunden nahmen um 5,5 Prozent (+ 90,4 Mio.) auf 1,746 Mia. Franken zu. Die Hypothekarforderungen konnten um 3,8 Prozent (+ 496,1 Mio.) auf 13,515 Mia. Franken ausgeweitet werden. Die Nachfrage nach variablen Hypotheken entwickelte sich weiter rückläufig; am Jahresende betrug deren Bestand noch lediglich rund 3 Prozent. Die Bilanzsumme der TKB wuchs im vergangenen Jahr um 4,4 Pro-zent (+ 700,5 Mio.) auf 16,728 Mia. Franken.

Zunahme der Kundengelder
Auf der Passivseite der Bilanz haben die Kundengelder der TKB erstmals die 10-Milliarden-Grenze überschritten. Sie wuchsen um 6,6 Prozent (+ 643,1 Mio.) auf 10,333 Mia. Franken. Die starke Zunahme der für die Refinanzierung wichtigen Spargelder - diese stiegen um 9,8 Prozent (+ 627,3 Mio.) auf 7,013 Mia. Franken - hängt neben dem Zufluss von Neugeld auch damit zusammen, dass viele Kunden zurückhaltend an der Börse anlegen und Teile ihres Vermögens liquide halten. Die Übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden nahmen um 0,5 Prozent (+ 15,8 Mio.) auf 3,321 Mia. Franken zu. In Zeiten tiefer Zinsen sinkt die Nachfrage nach Kassenobligationen, wie die entsprechende Position in der TKB-Bilanz zeigt. Das Volumen reduzierte sich um 11,6 Prozent (- 108,0 Mio.) auf 822,5 Mio. Franken.

Starker Zinserfolg
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ist die stärkste Ertragssäule der Bank. Er beläuft sich per Ende 2011 auf 199,3 Mio. Franken, was trotz gedrückter Margen einem erfreulichen Zuwachs von 5,1 Prozent entspricht (+ 9,6 Mio.). Die volatilen Börsen und Finanzmärkte wirkten sich auf den Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus, der auf 55,4 Mio. Franken zurückglitt (- 19,4 Prozent oder 13,3 Mio.). Klammert man einen einmaligen Sondereffekt in der Jahresrechnung 2010 aus, beträgt der Rückgang bei dieser Position 7,7 Prozent. Beim Erfolg aus dem Handelsgeschäft resultiert ein gutes Plus von 6,3 Mio. (+ 56,5 Prozent) auf 17,5 Mio. Franken. In der Summe stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent an; der Betriebsertrag beläuft sich per Ende 2011 auf 278,8 Mio. Franken.

Kosten im Griff
Der Geschäftsaufwand der TKB beläuft sich auf 150,9 Mio. Franken (+ 5,0 Prozent oder 7,2 Mio.). Der Personalaufwand stieg um 8,1 Prozent (+ 7,3 Mio.) auf 96,9 Mio. Franken. Die Erhöhung hängt vornehmlich mit einer einmaligen Zuweisung an die Pensionskasse der TKB im Umfang von rund 5 Mio. Franken zusammen (Übernahme der Kosten auf laufenden Rentenverpflichtungen für die Senkung des Technischen Zinssatzes). Ohne diese Zuweisung stieg der Personalaufwand um moderate 2,7 Prozent. Auf einem unveränderten Niveau von 54,1 Mio. Franken bewegt sich der Sachaufwand der Bank.

Betriebsergebnis stabilisiert
Unter dem Strich erzielt die TKB für das Jahr 2011 einen Bruttogewinn von 127,8 Mio. Franken. Dieser Wert liegt 2,9 Prozent (- 3,8 Mio.) unter Vorjahr, übertrifft aber den budgetierten Zielwert um 4,8 Prozent. Dass die TKB auch risikomässig solide aufgestellt ist, zeigt der tiefe Wertberichtigungsbedarf von 8,6 Mio. Franken (- 14,7 Prozent oder 1,5 Mio.). Kennzahl für die operative Leistung der Bank ist das Zwischenergebnis (Betriebsergebnis). Dieses liegt mit 106,6 Mio. Franken lediglich 1,1 Prozent (- 1,2 Mio.) unter Vorjahr.

Sehr gutes bereinigtes Ergebnis
Bereinigt um Sondereffekte in der Erfolgsrechnung beträgt der Bruttogewinn der TKB 132,7 Mio. Franken, was einer Steigerung um beachtliche 7,9 Prozent entspricht. Das bereinigte Zwischenergebnis (Betriebsergebnis) konnte gar um 12,5 Prozent auf 111,5 Mio. Franken gesteigert werden. Dies unterstreicht die gute operative Leistung der TKB im Geschäftsjahr 2011.

Höhere Ablieferung an den Thurgau
Die Reserven für allgemeine Bankrisiken alimentiert die TKB mit 29,5 Mio. Franken (Vorjahr: 40,5 Mio.). Nach den Steuern im Umfang von 8,1 Mio. Franken (+ 3,8 Prozent oder 0,3 Mio.) beläuft sich der ausgewiesene Jahresgewinn auf 69,7 Mio. Franken (+ 5,4 Prozent oder 3,5 Mio.). Im Zuge der Änderung des TKB-Gesetzes per 1. Oktober 2011 kommt bei der Gewinnverwendung 2011 erstmals die finanzielle Abgeltung der Staatsgarantie zum Tragen. Die Pro-Rata-Abgeltung für ein Quartal beträgt 0,8 Mio. Franken. Ferner erhält der Kanton aus dem Gewinn der Bank gemäss gesetzlichem Verteilschlüssel 22,0 Mio. Franken ausgeschüttet; das ist eine Million mehr als im Vorjahr. Die anteilsberechtigten Gemeinden erhalten wiederum das gesetzliche Maximum von 3 Mio. Franken. Die marktgerechte Verzinsung des Grundkapitals ist mit 11,4 Mio. Franken gleich hoch wie 2010. Unter Einbezug der Steuern belaufen sich die gesamten Abgaben an Kanton und Gemeinden auf über 45 Mio. Franken. Pro Einwohner sind das rund 180 Franken.

Solides Kapitalfundament
Mit Eigenmitteln im Umfang von 1,618 Mia. Franken bzw. einem Eigenmitteldeckungsgrad von 226,8 Prozent ist die TKB unverändert stattlich kapitalisiert. Die Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme) ist mit 9,7 Prozent im Branchenvergleich ebenfalls auf einem guten Niveau. Die Relation der Eigenmittel zu den risikogewichteten Aktiven der Bank - unter Basel III heisst diese Schlüsselgrösse Kapitalquote - beträgt per Ende 2011 18,1 Prozent. Die noch nicht in allen Details ausgestalteten strengeren Eigenmittelvorschriften für Banken („Basel III") erfüllt die TKB bereits.

Ausblick 2012
Für das laufende Jahr geht die TKB von einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik in der Schweiz aus, wobei sich im Thurgauer Immobilienmarkt bislang keine Überhitzungserscheinungen abzeichnen. Die Exportindustrie sieht sich weiterhin mit einem überbewerteten Franken konfrontiert. Aufgrund der unsicheren Entwicklungen in der globalen Wirtschaft und Politik dürften die Börsen und Finanzmärkte volatil bleiben. Auch rechnet die TKB bis auf Weiteres nicht mit einem markanten Zinsanstieg. Diese Faktoren prägen - neben dem harten Wettbewerb - das Umfeld 2012. Aufgrund ihrer starken Verankerung im Kanton und des klaren Geschäftsmodells geht die TKB von einem verhal-ten positiven Geschäftsgang aus. Zudem will die Bank im Rahmen ihrer Strategieumsetzung verschiedene einmalige Investitionen tätigen. Vor diesem Hintergrund wird für das laufende Jahr ein Bruttogewinn von 123,5 Mio. Franken angepeilt - angesichts der unsicheren Marktsituation ein ambitiöser Wert. Organisatorisch ist die Bank gut aufgestellt für die Zukunft. Die im Frühjahr 2011 vorgenommene Neuorganisation - die erste seit 13 Jahren - konnte mit der Schaffung der neuen Gewerbekundeneinheit Ende 2011 erfolgreich abgeschlossen werden.

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