Medienmitteilung vom 15. Februar 2005

Thurgauer Kantonalbank ist top fit

Mit einem Jahresgewinn von CHF 46.1 Mio. wird das Vorjahresergebnis um 12.5 % übertroffen.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) darf trotz hartem Wettbewerb auf ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr 2004 zurückblicken. Der Bruttogewinn von 146,6 Mio. Franken ist der zweithöchste in der 134-jährigen Geschichte der Bank. Auf Rekordhöhe präsentiert sich gar das operative Ergebnis (Zwischenergebnis), das mit 100 Mio. Franken den Vorjahreswert von 67 Mio. Franken markant übertrifft. Der ausgewiesene Jahresgewinn beträgt 46,1 Mio. Franken (+ 12,5 %). Über das gute Ergebnis freuen dürfen sich Kanton und Gemeinden: Sie erhalten mit 15 Mio. Franken (Vorjahr 12,5 Mio.) die höchste je geleistete Gewinnausschüttung. Zudem kann die TKB die Eigenmittel um 67 Mio. Franken aufstocken und damit ihre Substanz erheblich stärken.

Trotz der nur moderaten Konjunkturentwicklung hat die Kantonalbank im vergangenen Jahr erfolgreich gewirtschaftet. Mit einer Bilanzsumme von 14,1 Mia. Franken (- 0,9 %) zählt sie zu den zwanzig grössten Schweizer Banken.

Höherer Hypothekenbestand
Obwohl im Hypothekargeschäft wegen des starken Konkurrenzdrucks der Wind immer rauer bläst, konnte die TKB ihre führende Stellung behaupten. Die Hypothekarausleihungen kletterten um 168,5 Mio. Franken (+ 1,5 %) auf 11,365 Mia. Franken. Wegen des nachhaltig tiefen Zinsniveaus sind variable Hypotheken praktisch bedeutungslos geworden: Ende 2004 waren 89 % der hypothekarisch gedeckten Ausleihungen zu festen Konditionen vergeben (Vorjahr 84 %). Eine gegenläufige Tendenz verzeichnete die TKB hingegen bei den Forderungen gegenüber Kunden, die um 213,7 Mio. Franken (- 12,1 %) auf 1,554 Mia. Franken zurückglitten. Das hängt damit zusammen, dass zahlreiche Thurgauer Unternehmen mit Investitionen zuwarten und mangels attraktiver Anlagemöglichkeiten an der Börse ihre verfügbaren Mittel für die Rückzahlung von Krediten einsetzen. Viele Kreditlimiten waren bei der TKB im Geschäftsjahr 2004 denn auch nicht ausgeschöpft. Mit einem Jahresendbestand von 12,919 Mia. Franken (- 45,3 Mio. oder 0,3 %) konnte die TKB das gesamte Ausleihungsvolumen stabilhalten. Keine grossen Veränderungen verzeichnen die Finanzanlagen, die mit einem Wert von 252,3 Mio. Franken bilanziert sind. Neben den eigenen Wertschriften sind in dieser Position die unfreiwillig erworbenen Liegenschaften zum Wiederverkauf enthalten. Deren Bestand konnte im letzten Jahr um erfreuliche 29 Mio. Franken auf den Bilanzwert von 33,6 Mio. Franken abgebaut werden. Die Sachanlagen notieren um 18,9 Mio. Franken (- 14,2 %) tiefer als im Vorjahr. Dies hängt mit den Abschreibungen zusammen; zudem konnte die TKB die Zahl der nicht für Bankzwecke genutzten Liegenschaften auf 0 reduzieren. Die Bilanz-Position Immaterielle Werte enthält ausschliesslich über die Restlaufzeit abzuschreibende Emissionskosten eigener Anleihen.

Ungebremster Spargeldzufluss
Auf der Passivseite der Bilanz konnte die TKB den Bestand an Kundengeldern auf Vorjahreshöhe halten. Das Volumen betrug am Jahresende 6,697 Mia. Franken (+ 9 Mio. oder 0,1 %). Das Gros davon sind mit 4,859 Mia. Franken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform. Hier flossen der TKB 162,8 Mio. Franken (+ 3,5 %) zu. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden, die Ende 2004 1,838 Mia. Franken betragen (- 153,8 Mio. oder 7,7 %). Das seit einigen Jahren schwindende Interesse am Anlageinstrument Kassenobligationen hat sich wegen des tiefen Zinsniveaus weiter akzentuiert. Ende 2004 hatte die TKB Kassenobligationen von 692,4 Mio. Franken ausstehend, was einem Minus von 199,4 Mio. (-22,4 %) entspricht. Im Vergleich zu anderen Kantonalbanken ist dieser Bestand allerdings nach wie vor hoch. Die Anleihen und Pfandbriefdarlehen beliefen sich am Bilanzstichtag auf 4,905 Mia. Franken (+ 320,0 Mio. oder 7 %). Im Berichtsjahr zahlte die TKB eine 4 3/8 %-Anleihe von 100 Mio. Franken zurück. Im Gegenzug konnte sie erfolgreich zwei neue Obligationenanleihen von 150 Mio. Franken zu 2 3/4 % sowie 200 Mio. Franken zu 2 3/8 % im Kapitalmarkt platzieren. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen sanken infolge Ausbuchungen und tieferem Neubildungsbedarf um 73,4 Mio. Franken (-25,7 %) auf 212,4 Mio. Franken.

Starke Ertragskraft
Gut 70 % des Betriebsertrags holte die TKB im letzten Jahr im klassischen Zinsdifferenz-Geschäft. Dieses entwickelte sich zwar leicht rückläufig: Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft nahm um 10 Mio. Franken (- 4,4 %) auf 216,2 Mio. Franken ab. Hintergrund sind der durch den harten Wettbewerb verstärkte Margendruck sowie höhere Kosten für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Wett machte die TKB den tieferen Zinserfolg durch die Steigerung des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Trotz der Seitwärtsentwicklung der Börsen konnte dieser gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Mio. Franken (+ 16,3 %) auf einen bisherigen Rekordbetrag von 59,6 Mio. Franken ausgeweitet werden. Der von der Bedeutung her untergeordnete Ertragspfeiler, der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, bezifferte sich auf 13,4 Mio. Franken (- 1,0 Mio. oder 7 %). Unter Berücksichtigung des Übrigen ordentlichen Erfolgs von 9,9 Mio. Franken (+ 6 Mio. oder 148,2 %) realisierte die TKB einen beachtlichen Betriebsertrag von 299,1 Mio. Franken (+ 3,3 Mio. oder 1,1 %). Diesem steht ein Geschäftsaufwand von 152,5 Mio. Franken gegenüber (- 1 % oder 1,6 Mio.). Die TKB hat ihre Kosten im Griff. Während der Personalaufwand von 82,6 Mio. lediglich 1,7 Mio. (+ 2 %) höher ausfällt, konnte der Sachaufwand um 3,2 Mio. (- 4,4 %) auf 70,0 Mio. Franken gesenkt werden.

Operatives Rekord-Ergebnis
Die gute Ertragslage und die stabile Kostensituation bescheren der TKB einen respektablen Bruttogewinn von 146,6 Mio. Franken. Dieser ist 4,9 Mio. (+ 3,5 %) höher als im Vorjahr und der zweithöchste je erzielte Wert. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen von 17,6 Mio. Franken und der gegenüber dem Vorjahr deutlich tieferen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste im Umfang von 29,0 Mio. Franken (- 26,8 Mio. oder 48 %) resultiert mit 100,0 Mio. Franken (+ 33,0 Mio. oder 49,2 %) das mit Abstand höchste betriebliche Ergebnis (Zwischenergebnis). Im Ausserordentlichen Ertrag ist der Ende 2004 erfolgte Verkauf der AGI-Holding (Informatik-Tochter von acht Kantonalbanken) an die Swisscom IT Services AG enthalten, für den die TKB der Erfolgsrechnung 14 Mio. Franken gutschreiben konnte. Der Ausserordentliche Aufwand enthält u.a. Zuweisungen an die TKB-Jubiläums-Stiftung von 2 Mio. und an die TKB-Pensionskasse von 10 Mio. Franken. Somit ergibt sich ein äusserst erfreulicher Unternehmenserfolg von 104,4 Mio. Franken (+ 41,3 Mio. oder 65,7 %). Dieses ausgezeichnete Resultat erlaubt der Kantonalbank, ihre Substanzkraft erheblich zu stärken und die eigenen Mittel mit einer Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken im Umfang von 52 Mio. Franken (Vorjahr 16,5 Mio. Franken) beträchtlich aufzustocken. Nach Abzug der Steuern von 6,2 Mio. Franken (Vorjahr 5,5 Mio.) weist die TKB mit 46,1 Mio. Franken einen 5,1 Mio. Franken (+ 12,5 %) höheren Jahresgewinn aus als 2003 – auch das ein Spitzenwert.

Höchste Ausschüttung an Kanton und Gemeinden
Von der kerngesunden Ertragslage der TKB profitieren Kanton und Gemeinden. Neben 16,4 Mio. Franken für die zu marktüblichen Konditionen erfolgende Verzinsung des Grundkapitals liefert die TKB dem Kanton die Rekord-Summe von 12 Mio. Franken ab (Vorjahr 10 Mio.). Die 65 anteilsberechtigten Gemeinden erhalten 3 Mio. Franken (Vorjahr 2,5 Mio.) ausgeschüttet.

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